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Aus dem Sanella-Album Australien Neuseeland |
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Begeistert berichten die beiden von den Fjorden der Südwestküste. "Den Milford=Sound solltet ihr euch ansehen! Dutzende von Wasserfällen stürzen über die senkrecht aus dem Fjord aufragenden Felswände in die Tiefe. Dabei machen die größeren einen Lärm, daß man kaum seine eigenen Worte verstehen kann. Andere zersprühen auf vorstehenden Felsklippen, und wenn die Sonne scheint, leuchten Milliarden kleiner Wassertröpfchen in allen Farben des Regenbogens." Gern würden wir einen Abstecher nach der Südwestküste machen, von der Mr. Pearson sagt, daß sie an Norwegen erinnert. Aber die Zeit ist zu kurz. Die Nacht verbringen wir in Cromwell, einer kleinen Stadt in den Ausläufern der neuseeländischen Alpen. Vor 90 Jahren entdeckte man am Wakitipusee und am Ufer des Clutha Gold, und eine Welle von Glücksrittern ergoß sich über das Land. Damals entstand auch Cromwell. Heute ist es die Endstation der von Dunedin in die Berge führenden Bahn. - Frühmorgens geht es weiter. Es gibt kaum Bäume hier, nur niedriges verfilztes Gebüsch und hartes Tussockgras. |
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Aber dann bleiben die Berge zurück, und die ersten Cabbage=Trees, die Kohlbäume, tauchen zwischen den Hügelketten auf. Diese Bäume haben wir fast überall in Neuseeland gesehen, mit ihren großen, verzweigten Kronen. An den Enden der Äste hängen dicke Blätterbüschel, die aussehen wie Kohlköpfe. Eine einsame Farm taucht rechts an der Straße auf. Auf den Wiesen weiden Rinder und Schafe. Mr. Pearson hält an, um Benzin nachzugießen. Wir stehen alle um ihn herum - ich halte den Trichter -, als Klaus plötzlich ruft: "Was ist denn da los? Was macht denn der verflixte Papagei mit dem Schaf?" Etwa 150 Meter von uns entfernt hat sich ein großer olivgrüner Papagei auf ein Schaf gestürzt. Er hockt auf dem Rücken des hilflosen Tieres, das verzweifelt blökt und durch Laufen und Springen versucht, seinen Angreifer abzuschütteln. Doch der sitzt fest. Immer wieder hackt er mit seinem gebogenen, kräftigen Schnabel in den Rücken des Schafes. Klaus und ich setzen mit einem Sprung über den Zaun. Als wüßte das Schaf, daß wir ihm helfen wollen, kommt es auf uns zu. Aber der Raubvogel ist hartnäckig. Erst als ihn ein wohlgezielter Stein am ausgebreiteten Flügel trifft, läßt er von seinem Opfer ab und erhebt sich langsam und unwillig in die Luft. Inzwischen ist auch Mr. Pearson herangekommen. Wir schauen uns das Schaf an, dessen Rücken durch die Schnabelhiebe des Papageien arg verletzt ist. Die Wolle ist blutig rot. "Wir müssen das Tier zur Farm bringen", meint Mr. Pearson. Aber da kommen schon drei Jungen quer über die Weide gelaufen, um nach dem Schaf zu sehen. Als wir wieder im Wagen sitzen, erzählt Mr. Pearson vom Kea, dem fleischfressenden Papagei Neuseelands. "Früher, bevor die Siedler Schafe ins Land brachten, fraß der Vogel Beeren. Er hat sich erst im Laufe der Zeit zum Raubvogel entwickelt. Besonders auf Schafe hat er es abgesehen. |
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